Der junge lyrische Tenor Remy Burnens ist in den Sparten Oper, Konzert und Lied in der Schweiz und Europa tätig. Der Berner mit waadtländischen Wurzeln studierte bei Peter Brechbühler in Luzern und bei Malcolm Walker in Paris. Meisterkurse bei Roger Vignoles (Liedgestaltung), Barthold Kuijken (Historische Aufführungspraxis) u.a. ergänzen seine Ausbildung.

In der Spielzeit 2019/2020 wird er erneut als Belmonte in Mozarts Entführung aus dem Serail, (Staatstheater Meiningen), Ferrando in Mozarts Così fan tutte (Neues Theater Dornach) und Walter von der Vogelweide in Wagners Tannhäuser (Meiningen / Wartburg Eisenach) zu hören zu sein. Ausserdem wird er als Steuermann Dalands in Wagners Der Fliegende Holländer am Staatstheater Meiningen debütieren.

Bereits in der Spielzeit 2018/2019 war er als Solo-Tenor im Ensembles des Staatstheater Meiningen als Belmonte, als Walther von der Vogelweide, sowie als Volksredner in der szenischen Erstaufführung der Neufassung (Venzago/Micieli) von Othmar Schoecks Das Schloss Dürande zu hören.

2018 gastierte er als Ferrando am Neuen Theater Dornach, 2017 als Tonio in Donizettis La Fille du Régiment am Musiktheater Will und als Weisser Minister in Ligetis Le Grand Macabre am Luzerner Theater. Zuvor konnte er während des Studiums an verschiedenen Opernproduktionen teilnehmen, so sang er u.a. Nemorino in Donizettis Elisir d’amore oder Beppe in Donizettis Rita.

Als gefragter Konzertsänger tritt er in der ganzen Schweiz als Solist auf. Regelmässige Auftritte im KKL Luzern und den Konzertkirchen der Schweiz geben ihm die Möglichkeit, an einem breit gefächerten Repertoire zu arbeiten: Neben den grossen Tenorpartien in Händels Oratorien wirkt er als Evangelist in Bachs Passionen oder als Tenor in Mendelssohns Paulus mit. Er ist ausserdem oft als Solist in Messen oder Bachkantaten zu hören. Als Stammsolist der Luzerner der Accademia Barocca Lucernensis arbeitet er mit einem historisch orientierten Ensemble, welches unbekannte Werke aus dem Barock neu erarbeiten. Die erste gemeinsame CD “Sacred Music for the Dresden Cathedral” mit Musik von Zelenka und Hasse erschien 2019 beim Label PanClassics.
2019 wird er als Evangelist in Bachs Johannespassion (Schaffhausen), als Tenorsolist in Liszts Faust-Symphonie (Meiningen), Haydns Nelson-Messe (Luzern) und Händels Messiah (Lausanne) auftreten. 2020 folgen Konzerte als Uriel in Haydns Schöpfung, sowie als Solist (Arien) in Bachs Johannespassion (beides im KKL Luzern).

Er widmet sich zudem intensiv dem Liedgesang und gestaltet regelmässig Liederabende. 2020 wird er Schuberts Zyklus „Die Schöne Müllerin“ in mehreren Schweizer Städten sowie in Deutschland aufführen. Ausserdem widmet er sich nebst weiteren Schwerpunkten im deutschen und französischen Liedschaffen dem wenig bekannten englischen Liedgut des frühen 20. Jahrhunderts. Er musiziert gemeinsam mit der Schweizer Pianistin Clémence Hirt im Liedduo.

Er war Finalist beim 9. Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti. Zudem war er Studienpreisträger des Migros Kulturprozent 2017, Gewinner des Edwin Fischer-Gedenkpreises 2017, Stipendiat der Friedl Wald Stiftung Basel (2015) und Preisträger der Stiftung für junge Musiktalente Meggen 2016/2017.

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